Online-Fortbildungen für Lehrkräfte: Grundlagen Autismus, Grundlagen ADHS und Reizreduktion und Strukturierung in 03 und 04-2021

Online-Fortbildungen für Lehrkräfte
über UNIplus, Lehrerfortbildung der Uni Hannover

Mo 15.3.2021, 14.30 – 18.30 Uhr mit Pause
Autismus-Fortbildung für Lehrkräfte:
Grundlagen Autismus und autistisches Verhalten

Bei Kindern und Jugendlichen mit einer Autismus-Spektrum-Störung stehen von außen betrachtet die qualitativen Beeinträchtigungen im Sozialen und der Kommunikation sowie stereotype Handlungsmuster im Vordergrund. Dies erschwert den Schulbesuch für die Betroffenen und ist eine Herausforderung für ihre Mitschüler, Lehrkräfte und Schulbegleiter.

Um als Lehrkraft den Kontakt zum Kind mit Autismus zu behalten, ist es wichtig zu verstehen, was Autismus wirklich ist und wie er sich ursächlich aus den Betroffenen heraus gestaltet. Unter Berücksichtigung der Außenperspektive der Lehrkräfte und Schulbegleiter und der Innenperspektive der Betroffenen werden die Einschränkungen, Bedürfnisse und Ressourcen bei Autismus sowie erste Ansätze zur Intervention aufgezeigt.

In der Online-Fortbildung werden grundlegende Informationen der aktuellen Forschung über Autismus wie Begriffsbestimmung, aktuelle und künftige diagnostische Merkmale des ICD 10 und 11, der aktuelle Forschungsstand zu Ursachen sowie die besondere Art autistischen Denkens und Wahrnehmens vermittelt. Dadurch werden die ursächlich wirkenden Mechanismen bei Autismus im Bereich Soziales, Kommunikation, Kognition und Selbststeuerung nachvollziehbar und durch ein vorausschauendes Erkennen teilweise lenkbar.

Anmeldung über:
https://vedab.de/veranstaltungsdetails.php?vid=122351

Mo 22.3.2021, 14.30 – 18.30 Uhr mit Pause
ADHS-Fortbildung für Lehrkräfte:
Grundlagen ADHS und hyperreaktives Verhalten

Bei Kinder und Jugendliche mit ADHS stehen eine geringe Aufmerksamkeitsspanne, Hyperaktivität (oder Hypoaktivität bei ADS) und eine allgemeine Impulsivität im Vordergrund. Dadurch fallen sie im Klassenverband oft aus dem Rahmen oder haben eine Überpräsenz in der Gruppe. Sie zeigen sich im Unterricht unruhig und ungeduldig, fallen dem Lehrer ins Wort, beantworten Fragen, ohne vorher aufgerufen worden zu sein, oder laufen während des Unterrichtes ohne ersichtlichen Grund durch den Klassenraum.

Das Verhalten von Kindern und Jugendlichen mit ADHS zu steuern ist für Lehrkräfte, auf dem Hintergrund der ganzen Klasse gerecht zu werden, meist eine Herausforderung. In der Schule brauchen diese Kinder einen Rahmen, der ihrer ADHS-Anlage entgegen kommt. Visuelle, akustische und sonstige Reize, unüberschaubare Situations- und Aufgabenwechsel und Gruppeninteraktionen überfordern sie oft und in Folge erhöht sich ihr Störungsaufkommen.

In der Online-Fortbildung werden die grundlegenden Informationen der aktuellen Forschung über ADS und ADHS wie Begriffsbestimmung, aktuelle und künftige diagnostische Merkmale des ICD 10 und 11, der aktuelle Forschungsstand zu Ursachen, Therapien und Förderansätzen sowie oft auftretenden Begleiterscheinungen vermittelt. Darauf aufbauend werden Wege der Aufmerksamkeitslenkung, der Arbeits- und Schulplatzorganisation und des konstruktiven Ausagierens ihrer Hyperaktivität aufgezeigt.

Anmeldung über:
https://vedab.de/veranstaltungsdetails.php?vid=122352

Do 15.4.2020, 14.30-18.30 Uhr
Aufbau-Fortbildung für Lehrkräfte:
Strukturierung und Reizreduktion in der Schule
für Kinder und Jugendliche mit Autismus und ADHS

Kinder und Jugendliche mit Autismus haben aufgrund ihrer anderen Art der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung oft keine Kenntnis über den sozialen Kontext in dem sie sich befinden, können soziale Anforderungen nicht erkennen und finden so kein angemessenes Sozialverhalten. Kinder und Jugendliche mit ADS und ADHS haben aufgrund ihrer kurzen Aufmerksamkeisspanne und ihrer Impulskontrollstörung oft Beeinträchtigungen ihr Sozialverhalten zu steuern um passend am Unterricht teilzunehmen und die Aufgabenstellungen bewältigen zu können.

Auch wenn die beiden Störungsbilder Autismus und ADHS von außen betrachtet sehr unterschiedliche Profile haben, entstehen die sozialen Anpassungsstörungen aus einem gemeinsamen Hintergrund. Ursächlich wirkt bei beiden nach neuen Erkenntnissen eine neuronale Entwicklungsstörung und nicht wie lange angenommen eine psychische oder Verhaltensstörung. Entsprechend braucht es spezifische Handlungsansätze, um diesen Kindern und Jugendlichen eine Teilhabe an Bildung zu ermöglichen.

In der Onlinefortbildung werden die Grundsätze der logisch-kognitiven Strukturierung, Sequenzierung und Visualisierung von Anforderungen, Abläufen und Zielsetzungen für Unterricht und Schulbesuch nach TEACCH vorgestellt. Diese Methoden wurden für Menschen mit Autismus in den USA entwickelt, eignen sich aber zu einem großen Teil auch gut für Kinder und Jugendliche mit ADS und ADHS. Zudem brauchen Kinder und Jugendliche mit Autismus eine spezifische Form der Reizreduktion und mit ADS und ADHS eine spezifische Form der Reizstimulation bzw. Reizregulation. Sie zu kennen ist für Lehrkräfte und SchulbegleiterInnen gleichermaßen wichtig.

Anmeldung über:
https://vedab.de/veranstaltungsdetails.php?vid=122354